Aktuelles

Zurzeit werden im WiföLAB folgende Projekte bearbeitet:

  • Vorbereitung eines Monitors „Wirtschaftsförderung" in Kooperation mit dem Hochschulnetzwerk Wirtschaftsförderung
  • Identifizierung, Analyse und Auswertung von Strategien zur Wirtschaftsförderung im DACH-Vergleich
  • Aufbau eines MediaLABs zur Umsetzung von Podcasts und Videos im Bereich der Wirtschaftsförderung am Standort Halberstadt der HS Harz
  • Planung der nächsten WiföLAB-Tagung „Wissenschaft trifft Wirtschaftsförderung" am 16./17.04.2024 am Standort Halberstadt der HS Harz

Den aktuellen Programmentwurf finden Sie hier.

Wissenschaftlicher Erfolg

Wir gratulieren Frau Mandy Ebers zur erfolgreichen Absolvierung Ihrer Promotion zum Thema „Wirtschaftsförderung und Digitalsiierung" am 29.11.2023 an der OvGU Magdeburg sehr herzlich!

Typisierungsmatrix Wirtschaftsförderung – Welcher Typ Wirtschaftsförderung sind wir?

Wie Wirtschaftsförderungen handeln oder handeln können, hängt von vielen internen und externen Faktoren ab. Im Wesentlichen ist aber die Handlungsweise von Wirtschaftsförderungen von dem Selbstverständnis des eigenen Handelns und den zur Verfügung stehenden Ressourcen abhängig. Wie in öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen auch, können in der Vergangenheit und in der Zukunft unterschiedliche Phasen der Entwicklung und des eigenen Selbstverständnisses (idealtypisch) unterschieden werden.

Diese 3 Phasen werden in den Verwaltungswissenschaften hinsichtlich der Ausrichtung eingeteilt:

  • Die Inputorientierung mit dem dahinter liegenden Konzept der Public-Administration,
  • die Outputorientierung mit dem dahinter liegenden Konzept des Public-Managements sowie
  • die Outcome-, beziehungsweise Wirkungsorientierung und dem konzeptionellen Hintergrund des sogenannten Public-Governance.

Während es bei der Inputorientierung im Wesentlichen nur darum geht, wie die entsprechenden materiellen Ressourcen (Inputs) verortet und lokalisiert werden, geht es bei der Outputorientierung um die Erreichung von (qualitativen und quantitativen) Zielen. Ein weiterer Schritt bezeichnet dann das Konzept des Public-Governance, bei dem es nicht nur um das Erreichen von Zielsetzungen, sondern auch um längerfristige ,nachhaltigere und ggfs. auch um globale Wirkungen geht. Es zeigt sich also, dass hier der Weg in ein umfassenderes und integratives Verständnis des eigenen Handelns in der Wirtschaftsförderung beschritten wird.

Wenn man diesen konzeptionellen Vorstellungen noch eine Handlungsausrichtung in Differenzierung eines ausschließlich reaktiven und eines eher proaktiven Handelns gegenüberstellt, erhält man eine Typisierungsmatrix der Wirtschaftsförderungen.

In der Grafik sind also auf der X-Achse die entsprechenden verwaltungswissenschaftlichen Konzepte abgetragen, während auf der Y-Achse das Selbstverständnis dargestellt worden ist. Verbindet man nun diese beiden Bereiche, so zeigen sich zahlreiche mögliche Entwicklungspositionen der Wirtschaftsförderungen. Sie reichen von einem eher passiv orientierten Dienstleister-Typus (Traditionalisten), über zielorientierte Standortentwickler (Praktiker) bis hinzu integrierenden Standortmanagern („Stars") als quasi „höchste Ausbaustufe" der Wirtschaftsförderung. Daneben gibt es weitere Ausprägungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel zielorientierte Gestalter oder Dienstleister.

Typisierungsmatrix der Wirtschaftsförderung